Umweltgifte im Eis der Gletscher
Schmelzwasser vergiftet Seen und Flüsse
In Fischen aus Schweizer Seen und Flüssen haben zwei Zürcher Forscher erhöhte Konzentrationen längst verbotener Umweltgifte festgestellt, darunter viele Dioxine oder das als krebserregend geltende PCB. Grund: Über die Atmosphäre reicherten sich das Eis der Gletscher im Lauf der 1960er- und 1970er-Jahre mit den so genannten POPs ("persistent organic pollutants") an. Seit Jahren schmelzen die Schweizer Gletscher jedoch mit hohem Tempo ab, ihr Schmelzwasser speist Flüsse und Seen - und führt ihnen gleichzeitig die freigesetzten Giften zu. Wie Tagesschau.de berichtete, erklärten die Forscher jedoch, dass für den Menschen zunächst keine Gefahr bestünde. Selbst das Wasser aus Bergseen könne man gefahrlos trinken. Problematisch sei vielmehr, wenn sich die Substanzen über Jahre im Körper anreichern könnten und nicht mehr ausgeschieden würden.
bn
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