07.12.2009

Schweiz stark vom Klimawandel betroffen

Zwei Grad global, vier Grad in der Schweiz


Die in Folge des Klimawandels steigenden Temperaturen bekommt die Schweiz stärker zu spüren als der Rest der Welt. Haben sich die Temperaturen im globalen Mittel bislang um 0,8 Grad erhöht, sind sie im Schweizer Alpenraum seit 1970 bereits um 1,5 Grad gestiegen. Wie die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) berichtete, sei bis zum Jahr 2050 eine Erhöhung von bis zu 3,7 Grad im Vergleich zu 1990 möglich. Dies hätte langfristig tief greifende Folgen: eine Zunahme von Extremwetterlagen, Hochwasser, Aussterben bestimmter Pflanzen und Tiere, Ausbreitung von Parasiten und Schädlingen und Schädigungen der Wälder.

Da die Schweiz selbst aber nur mit 0,2 Prozent zum globalen Ausstoß an Treibhausgasen beiträgt, sind ihre Möglichkeiten zur Einwirkung auf den Klimawandel begrenzt. Umso höher ist ihre Abhängigkeit von den großen Emittenden wie USA, China oder der EU. Auf dem heute beginnenden Klimagipfel in Kopenhagen ruht deshalb die schweizerische Hoffnung, dass ein Anschlussabkommen an das Kyoto-Protokoll beschlossen wird.


bn

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