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14.09.2012


Staudämme im Zeichen des Klimawandels

Der Klimawandel beeinflusst nicht nur die Vegetation in wärmeren Regionen, sondern wirkt sich auch auf lokale Gegebenheiten aus. Durch das Schmelzen von Gletschern hat sich auch die Schweizer Seen-Landschaft verändert. In der hochalpinen Zone werden zukünftig mehr als 600 neue Seen entstehen. Mit dieser Thematik befasst sich neuerdings eine Studie des Schweizer Nationalfonds. 

Neue Seen und gefährliche Szenarien

Was passiert, wenn sich Gletscher immer extremer zurückziehen? Der Schweizer Nationalfond möchte sich nun durch eine Studie mit dieser Thematik auseinandersetzen. Ältere Studien kamen zu dem Ergebnis, dass in der hochalpinen Zone durch das Schmelzen von Gletschern zukünftig mehr als 600 Seen entstehen könnten. Die hydrologischen und geologischen Prozesse führen dazu, dass einige Seen das Ausmaß von mittelgrossen Stauseen erreichen können. Aufgrund der bisherigen baulichen Gegebenheiten und den zahlreichen Dörfern rund um Bergseen drängen sich weitere Baumaßnahmen auf. Die neuen, ungesicherten Steilhänge könnten Erdrutsche und Steinschläge verursachen, welche zu Flutwellen und katastrophenähnlichen Szenarien führen könnten. Solche Fiktionen könnten durch den Bau von Staudämmen eingeschränkt werden. Deren Bau könnte sich rückwirkend jedoch von selbst finanzieren: schließlich können die Staudämme zur Gewinnung von Wasserkraft verwendet werden. 

Neue Chancen für die Energiepolitik

In erster Linie ziehen die landschaftlichen Veränderungen Risiken nach sich. Dennoch können aus diesen Strukturen aber auch Chancen gezogen werden. Wilfried Haeberli, Professor für Geographie an der Züricher Universität, sieht die Vereinbarkeit von neuen Staudämmen und Wasserkraftwerken kritisch. Die Studien umfassen einen Zeitraum von 100 Jahren. Zudem werde vor allem, insbesondere vor dem Hintergrund der nahen Ortschaft Brig, an den Aletschgletschern Handlungsbedarf bestehen. Inwieweit neue Staudämme und Seen allerdings im Rahmen einer energiepolitischen Nutzung genutzt werden sollten, könnte nicht klar abgeschätzt werden. Auf Dauer werde der Wasserzufluss der Gletscher eher abnehmen: Das Energiegewinnungspotential könnte daher lediglich die derzeit wegfallenden Kapazitäten ersetzen. Grundsätzlich seien auch umweltrechtliche und landschaftsschützende Fragen zu erörtern. 

Neue Chancen für den Tourismus

Im Hinblick auf den Tourismus könnte das Schmelzen der Gletscher eine positive Auswirkung besitzen. In der Fallstudie wurde der Triftsee in Gadmental untersucht: An diesem haben sich positive touristische Effekte gezeigt. Schließlich wünschen sich die meisten Urlauber Wasser.




jm

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