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04.10.2012


Eine Umfrage unter den Oberengadiner Stimmbürgern am 23.09.2012 hat ergeben, dass einem Organisationsmodell zugestimmt wird, das dem öffentlichen Sektor bezüglich des Flugplatzes in Samedan eine größere Bedeutung zuspricht.

Dieses Thema führte bereits über mehrere Jahre zu zahllosen Diskussionen und Verhandlungen. Nach der Abstimmung ist der Weg in eine sichere Zukunft für den Regionalflugplatz Samedan frei. Die elf Oberengadiner Gemeinden stimmten zu ca. 80 Prozent mit "Ja" für die neue Organisationsstruktur. Diese setzt auf regionales Mitspracherecht und will somit eine Weiterentwicklung erreichen, die von Nachhaltigkeit geprägt ist.

 

Oberengadin nimmt die Zügel in die Hand

Der Abstimmung zufolge, wird der Kreis Oberengadin somit zum Unternehmer des Flughafens. Er gründet eine selbständige öffentlich-rechtliche Anstalt und wird zur Infrastruktur-Unternehmung. Somit soll die zuverlässige Anbindung des Flugplatzes in Samedan an den Flugverkehr gewährleistet werden. Auch Segelflugzeuge und Helikopter sollen auf besagtem Flugplatz eine Landeerlaubnis erhalten. Dieses Modell soll ab dem Jahr 2014 Anwendung finden.


Große Bedeutung für den Tourismus in Oberengadin

Der Kreis Oberengadin hat dem Flugplatz aufgrund des Tourismus eine große Bedeutung zugewiesen. Natürlich muss selbiger hierfür auch tief in die Tasche greifen. Schließlich beläuft sich das Dotationskapital auf eine halbe Million Franken. Außerdem werden in den Folgejahren ca. 16 Millionen Franken für Infrastruktur und Sicherheit fällig. Des Weiteren muss die Landebahn regelmäßig saniert werden. Betreiber des Flugplatzes wird die Engadin Airport AG sein, die einen Pachtzins von 760.000 Franken pro Jahr zu zahlen hat und somit Geld in die Kasse spült. Diese soll zukünftig mindestens weitere zehn Jahre für den Betrieb verantwortlich sein. Wie viel der ganze Spaß kostet, kann dem Touristen jedoch mehr oder weniger egal sein. Er kann sich auf einen gut angeschlossenen Flugplatz freuen, der zugleich mit 1700 Metern über dem Meer über die höchstgelegene Landebahn Europas verfügt. Touristen können außerdem nicht nur von der guten Anbindung profitieren, sondern die Schweiz musste aufgrund des schlechten Wechselkurses von Euro zu Franken große Besucherverluste verzeichnen. Dies hat dazu geführt, dass Schweizer Urlaubsregionen beispielsweise mit "drei für zwei" Aktionen, also drei Übernachtungen zum Preis von zwei und weiteren Rabatten und Vergünstigungen aufwarten.


Starker Widerstand gegen Verkauf

Urs Schwarzbach, der Verwaltungsratspräsident der Engadin Airport AG, plante ursprünglich die Umsetzung eines neuen Gebäudes im Wert von 60 Millionen Franken. Weiterhin sollte der Flugplatz bereits im Jahr 2007 vom Kanton Graubünden an die Engadin Airport AG verkauft werden. Der Kanton hatte ihn zuvor vom Bund übernommen. Der Widerstand Oberengadins führte jedoch zum Scheitern seiner Pläne. Eine Abstimmung verhinderte den Verkauf und es folgte die Übergabe der Gebäude.



Bildquelle: Bigstock/1971yes


jm

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