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19.10.2012


Im nächsten Jahr wird das Befördern von Zeitschriften und Zeitungen durch die Post teurer. Bis zum Jahr 2015 soll der Tarif um sechs Rappen ansteigen. Empörung kommt insbesondere von Seiten des Verbandes der Schweizer Medien. Wer die erhöhten Transportpreise bezahlen soll, ist noch nicht geklärt.

Die Hintergründe der Preiserhöhungen

Der Sprecher der Post, Oliver Flüeler, bezifferte das jährliche Defizit der Post bei Zeitungszustellungen auf ganze 101 Millionen Franken. Die Preiserhöhung um sechs Rappen würde das Defizit bis zum Jahr 2015 lediglich auf 50 Millionen Franken reduzieren: Ein Gewinn-Zuwachs würde durch den erhöhten Tarif demnach nicht erfolgen. Geplant ist, dass der Aufschlag etappenweise von den Verlegern übernommen wird. Die Preise sollen ab dem Jahr 2013 um jeweils zwei Rappen erhöht werden. 

Medienhäuser wurden benachteiligt, Verleger bevorteilt

Nach Aussage von Flüeler hat die Post ihre Preiserhöhungen in den vergangenen fünf Jahren nur auf die Medienhäuser abgewälzt. Die Post kann das Defizit jedoch trotz staatlicher Subventionierung auf Dauer nicht mehr tragen. Deshalb sollten die Verleger nun auch am Defizit beteiligt werden. Hanspeter Lebrument, Präsident des Verbandes Schweizer Medien, sagte aus, dass die Preiserhöhungen nicht ohne weiteres hingenommen werden. Im Oktober sei ein Gespräch mit dem Vorstand der Post geplant. Lebrument erwähnte, dass den Verlagen die Entscheidung offen stehen sollte, ob die Mehrkosten in Höhe von zehn Millionen Franken im Jahr selbst getragen oder auf Zeitungsabonnenten abgewälzt werden. 

Zahlreiche Zeitungsverlage sind insbesondere über die Tatsache verärgert, dass die Preiserhöhungen ohne vorherige Ankündigung oder Kontaktaufnahme mit den Verlagen durchgesetzt werden sollen. Dem entgegnete Post-Sprecher Flüeler, dass den Verlegern die geplanten Erhöhungen bereits im August 2011 mitgeteilt worden sind. Die genauen Details wollte die Post aber erst nach Veröffentlichung des neuen Postgesetzes bekanntgeben, welches am 1. Oktober in Kraft tritt.



jm

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