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06.11.2012

Trotz guter Buchungszahlen verringerte sich der Gewinn im 3. Quartal


Es klingt kurios, aber es ist ein Fakt: Die Maschinen der Swiss sind ausgebucht wie noch nie, trotzdem liegt der Gewinn im dritten Quartal deutlich niedriger als im gleichen Zeitraum 2011. Zumindest konnte die Airline ihren Sinkflug abbremsen. Denn noch Anfang des Jahres schrieb die Gesellschaft rote Zahlen, bedingt durch den schwierigen Markt in Europa, die hohen Kerosinpreise und den starken Wechselkurs des Franken

Höherer Umsatz - weniger Gewinn

Bei gesteigertem Umsatz sank der operative Gewinn in Höhe von 124 Mio. CHF zwischen Juli und September gegenüber dem Vorjahr um 22 Prozent. Andererseits verbuchte Swiss damit mehr als das Doppelte an Einnahmen wie in den ersten sechs Monaten dieses Jahres (61 Mio. CHF). Auf alle drei Quartale bezogen betrug der Gewinn mit 185 Mio. CHF rund 36 Prozent weniger als 2011, wobei der Umsatz sich um 3 Prozent auf 3,8 Mrd. Franken verbesserte.

Swiss-Chef Harry Hohmeister räumte in einem Schreiben ein, dass dies langfristig nicht ausreiche, um profitabel bleiben und für die in Zukunft notwendigen Investitionen sorgen zu können. Zu Beginn des Jahres hatte die Lufthansa-Tochter verschiedene Maßnahmen mit dem Ziel gestartet, ab 2015 rund 115 Mio. Franken mehr einzunehmen. Laut Finanz-Chef Marcel Klaus reiche dieses Paket aber noch nicht aus, weitere Schritte seien notwendig, und verwies auf Mehrausgaben durch gestiegene Treibstoffkosten in Höhe von etwa 120 Mio. CHF.

Swiss muss weiter optimieren

Um aus der derzeitigen unbefriedigenden Lage herauszukommen, verfolgt die Fluggesellschaft diverse Richtungen. Zum einen sollen die Einnahmen mit mehr Leistungen für die Passagiere gesteigert werden. Dazu gehören auch Aktionen wie mit gutscheinrausch.de. Darüber hinaus werden mögliche weitere Synergien in der Verwaltung und im gruppenweiten Einkauf, Ablaufprozesse am Boden und in der Luft sowie Verbesserungen beim Streckennetz und den Flugzeugeinsätzen geprüft. Allerdings seien noch keine endgültigen Entscheidungen getroffen worden, so eine Sprecherin von Swiss.

Im kommenden Winter will Swiss das Angebot außerdem verstärkt an die Nachfrage anpassen. Einige Destinationen sollen saisonal bedingt gekürzt, andere - wie etwa Miami - dagegen aufgestockt werden. In diesem Jahr flogen bisher 12,06 Mio. Passagiere mit der Airline, 4,3 Prozent mehr als in den ersten neun Monaten 2011. Die Auslastung der Maschinen betrug 83,5 Prozent - eine Steigerung um 1,4 Punkte.

Sparen ist angesagt

Bei der Swiss-Mutter Lufthansa lief es im vergleichbaren Zeitraum etwas besser, aber auch nicht wie gewünscht. Konzern-Chef Christoph Franz will das bisher geplante Sparprogramm - die Streichung von 3.500 Stellen in der Verwaltung - mit einer Reduzierung der Flugzeug-Zahl verschärfen. Wie stark Swiss davon betroffen ist, steht noch nicht fest.



jm

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