Flugbanner - 160x600


15.01.2013

Arbeitslosigkeit steigt trotz neu geschaffener Arbeitsstellen



Die Beschäftigung in der Schweiz ist vor allem im Gesundheitssektor und im Sozialwesen gestiegen, wo 15.000 Arbeitssuchende mehr als im Jahr zuvor eine Stelle gefunden haben. Dennoch ist die Arbeitslosenquote insgesamt aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Situation leicht angestiegen.

Die Wirtschaftslage hätte im Jahr 2012 sicherlich besser für die Schweiz ausfallen können. Die Prognose für das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts gibt lediglich eine Erhöhung von 1 Prozent vor. Dennoch konnte sich der Arbeitsmarkt gegen die schleppenden Entwicklungen behaupten und hat für eine deutliche Steigerung der Beschäftigungsrate um 1,6 Prozent gesorgt. Dieser Wert entspricht insgesamt 62.400 Arbeitsplätzen, die neu entstanden sind. Profitiert haben davon insbesondere das Gesundheits- und Sozialwesen sowie der Sektor der Teilzeitarbeit. Nicht jede Branche konnte ihre Arbeitsplätze ausbauen, da der starke Franke vor allem die Aktivitäten vieler Industriezweige lähmt. Negativ kommt die Krise der Eurozone hinzu, von der zahlreiche Industrieunternehmen abhängig sind. Andere Branchen wurden hingegen durch den hohen Konsum im Inland gefördert und konnten viele neue Stellen schaffen.

Gute Aussichten für Berufe in der Dienstleistungsbranche


Während der Industriesektor im vergangenen Jahr nur 11.000 neue Stellen den Bewerbern zur Verfügung stellen konnte, entstanden im Dienstleistungsgewerbe 49.000 zusätzliche Beschäftigungsverhältnisse. Neben der Gesundheitsbranche und dem Sozialwesen konnten außerdem vorwiegend Betriebe der Informationstechnologie und der öffentlichen Verwaltung an der gestiegenen Beschäftigungszahl mitwirken. Ein weiterer Motor der Beschäftigung ist die Gastronomiebranche, die 2.000 zusätzliche Stellen schaffen konnte. Zu den Verlierern der starken Schweizer Währung gehört hingegen die Hotellerie, die zum Teil Arbeitskräfte abbauen musste. Positiv entwickelt hat sich auch das Baugewerbe, das dank gestiegener Auftragszahlen ein Plus bei der Beschäftigung von 2 Prozent verzeichnen konnte. Unverändert erfolgreich konnten sich außerdem die Uhren-Manufakturen behaupten, die nach wie vor ein wichtiges Aushängeschild der Schweiz sind und gemeinsam mit der Elektronikindustrie 3.000 neue Arbeitsstellen eingerichtet haben. Die Erhöhung der Beschäftigungszahlen trifft auf nahezu alle Bundesländer zu. Lediglich der Tessin blieb im Abseits und konnte sich im Jahr 2012 nicht behaupten. Zu den klaren Gewinnern der Konjunktur gehörten die Zentralschweiz und das Espace-Mittelland.

Arbeitslosenquote hat sich in 2012 erhöht


Die Arbeitslosigkeit ist im letzten Jahr um 2,9 Prozentpunkte angestiegen. Diese negative Entwicklung lässt sich unter anderem auf den Zuwachs der Bevölkerungszahl zurückführen. Darüber hinaus wurden die zusätzlichen Arbeitsstellen vorwiegend von Arbeitnehmer besetzt, die zuvor nicht auf dem Schweizer Arbeitsmarkt beschäftigt waren. Bei der Suche nach Stellenangeboten im Internet können Sie die Webseite von experteer.ch nutzen, die insbesondere für Fach- und Führungskräfte interessant ist. Auf dem Arbeitsmarkt zeichnet sich außerdem ab, dass Unternehmen verstärkt die Kurzarbeit als Beschäftigungsform einsetzen, um eine verringerte Auftragslage auszugleichen. In 2012 stieg die Anzahl der Unternehmen, die von Kurzarbeit Gebrauch gemacht haben, um 25 Prozent. Eine besonders deutliche Erhöhung war dabei im Monat Oktober im Vergleich zum Vormonat zu beobachten.

Auch in diesem Jahr gehen Wirtschaftsexperten davon aus, dass die Beschäftigungssituation in der Industrie weiterhin angespannt bleiben wird. Weniger betroffen sollen davon die Chemiebranche sowie die Unternehmen der Uhren- und Elektroindustrie sein.

jm

Ähnliche Nachrichten


Schweizer Kredit
Schweizer Wintertourismus steht vor schwieriger Saison
Winterwandern in der Schweiz

Umweltgifte im Eis der Gletscher
Tourismusbranche besorgt nach Minarett-Verbot

SWISS Skihotels



Jetzt online die schönsten
Skihotels buchen


Oder mehr über Skiurlaub in der Schweiz erfahren und unten klicken!