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05.03.2013

Skiort Schatzalp

Die Geschichte des Skiorts Schatzalp


Wer sich zum ersten Mal mit der Schatzalpbahn von der Talstation in Davos zum 300 m höher gelegenen Berghotel Schatzalp bringen lässt, glaubt sich in eine andere Zeit versetzt. Den Skizirkus anderer Wintersportgebiete wird der Gast hier in knapp 2000 m Höhe vergeblich suchen. Stattdessen wird der Charakter der Schatzalp von nostalgischem Charme und Langsamkeit bestimmt. Werden die Visionen des jetzigen Hoteleigentümers wahr, soll schon bald neben dem ehemaligen Sanatorium ein Turm mit schicken Hotelzimmern und Wohnungen errichtet werden.

Geschichte der Schatzalp - Vom Sanatorium zum Luxushotel

Dort, wo heute das Berghotel Schatzalp steht, weideten noch bis zum Ende des 19. Jahrhunderts friedliche Viehherden. Ärzte und Architekten erkannten das Potential der sonnigen Schatzalp oberhalb von Davos und ließen von 1898 bis 1900 ein Sanatorium für Lungenkranke errichten. In der reinen Bergluft erholten sich auch viele prominente Patienten von ihrer Tuberkulose, Thomas Mann verarbeitete die Erlebnisse seines Aufenthaltes im Sanatorium im "Zauberberg". Etwa fünfzig Jahre lang diente das Gebäude mit den charakteristischen Balkons und der großen Sonnenterrasse, die einen eindrucksvollen Ausblick auf das gesamte Tal bietet, als luxuriöses Sanatorium. Dann wurde es nicht mehr gebraucht, weil neue Medikamente zur Behandlung der Tuberkulose zur Verfügung standen. Mit einigen Umbauten wurde aus dem Sanatorium ein luxuriöses Hotel für Freunde des Wintersports.

Im Urlaub zur Ruhe kommen

Heute ist das charmante Jugendstil-Hotel eine Oase der Ruhe. Straßenlärm gibt es hier oben in der autofreien Zone nicht. Auf der Sonnenterrasse sitzen entspannte Urlauber, die bei Kaffee und Kuchen die Aussicht auf Davos genießen. Der großzügige Speisesaal, die Hotelhalle und die Piano-Bar - alles erinnert an die Belle-Epoque. 11 km Skipiste rund um das Hotel werden vor allen Dingen von den Hotelgästen genutzt. Pius App, der das etwa hundertjährige Gebäude 2002 gekauft hat, setzt auf sein Konzept "Slow Mountain" und hofft auf gut betuchte Gäste, die sich die Ruhe und Beschaulichkeit etwas kosten lassen. Fernseher gibt es in den Hotelzimmern nicht und der altmodische Sessellift, der die Skifahrer im aller Gemütlichkeit nach oben bringt, ist ein Kontrastprogramm zum Tempo moderner Skianlagen. Stattdessen gibt es eine "Schlittelbahn", auf der die Gäste auch bei Nacht ins Tal sausen können. Pius App erkennt selbst, dass unter den jetzigen Bedingungen ein in die Jahre gekommenes Luxushotel mit nur 93 Zimmern aus betriebswirtschaftlicher Sicht nicht mehr zu betreiben ist. Seminarräume und ein moderner Wellnessbereich müssten eingerichtet werden, um die Auslastung außerhalb der Saison zu erhöhen.

Ein Turm als Zukunftsvision

Pius App hat viele Jahre in Davos gelebt. Seine Software-Firma meldete ein Patent für fälschungssichere Banksignaturen an und das Geld, das er mit seiner Erfindung verdiente, nutzte er für den Kauf des Hotels und des angrenzenden Skigebietes. Mit dem Konzept "Slow Mountain" will er stressgeplagten Urlaubern eine Alternative zu den fünf anderen Skigebieten von Davos bieten. Weil erkannt hat, dass sich das Hotel allein nicht tragen kann, will er erweitern und hat das berühmte Architekturbüro Herzog & de Meuron beauftragt. Seit etwa 10 Jahren gibt es das Modell eines schlanken Turms, der zum neuen Wahrzeichen von Davos werden soll. Neben Hotelzimmern sind in dem Turm Wohnungen vorgesehen, um die Wirtschaftlichkeit zu gewährleisten.

Noch ist nicht abzusehen, ob der Turm tatsächlich gebaut wird. Die Bewohner von Davos haben zwar mit knapper Mehrheit für das Projekt gestimmt, aber nun gibt es ein neues Schweizer Gesetz, das den Bau von Zweitwohnungen in Orten wie Davos verbietet.


jm

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