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24.06.2013


Derzeit sind auf dem EAP rund 25 Fluggesellschaften aktiv, die Linienflüge anbieten. Mehr als die Hälfte der Linienflüge fliegen unter Schweizer Flugrecht. Nahezu 90 Prozent der der Passagiere am Euro-Airport sind von den bald dazukommenden Steuern betroffen.

Easyjet, die die meisten Passagiere am binationalen Flughafen befördert, ist stellt sich die neue von der französischen Luftfahrtbehörde (DGAC) Steuer als großes Problem dar. Bei einer Gewinnmarge von etwa 7 Franken pro Sitzplatz machen sich zusätzliche Kosten schnell bemerkbar. Pro Person werden zukünftig 4,31 Euro fällig. Dazu kommt die Solidaritätsabgabe von 1 Euro. Für Billigflieger ein großes Problem, da die bereits knapp kalkulierten Ticketpreise sich deutlich verteuern werden.

Gefahr vor deutlichem Passagierrückgang

Jean-Marc Thevenaz, Schweizchef von Easyjet, befürchtet, dass die Steuer den Euro-Airport benachteiligt und er weniger konkurrenzfähig sein wird. Darüber hinaus sieht er die Gefahr dass die Passagierzahlen um hunderttausende zurückgehen könnten und die bevorstehende Steuer auch dem geltenden Recht am Flughafen zuwiderläuft.

Die kurze Frist bis zur Einführung der neuen Steuer sorgt ebenfalls für Unmut bei Easyjet. Wie so oft bei den Billigairlines werden die Kontingente weit im Voraus, teilweise eine ganze Saison, verkauft. Durch die neue Steuer wird das ganze Konzept auf den Kopf gestellt, eine rückwirkende Preiskorrektur nicht mehr möglich.

Nicht zu vernachlässigen sind die möglichen Konsequenzen für das Flughafenpersonal. Die  Gewerkschaften die das Bodenpersonal vertreten befürchten, dass durch die "realitätsfremden Maßnahmen" der neuen Steuern  es zu vielen Entlassungen am EAP kommen könnte.

Während die Solidaritätsabgabe eine Art Spende an arme Länder darstellt spült die eigentliche Steuer 12 Millionen im Jahr in die Kassen der Direction générale de l'aviation civile, der französischen Luftfahrtbehörde.

Kritik auch vom Bundesamt für Zivilluftfahrt

Kritisiert wird das eigenmächtige Handeln Frankreichs auch vom Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl). Die Erhebung der Steuer stelle das binationale System infrage, welches seit 60 Jahren gut funktioniert hat. Vivienne Gaskell, Pressesprecherin des EAP, wies allerdings auch darauf hin, dass es sich nicht um einen Kompetenzbereich des Flughafens handle. Vielmehr muss es zu einer Vereinbarung zwischen DGAC und Bazl kommen.

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jm

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