Baden - Thermalkurort mit viel Kultur
Auch wenn Baden in erster Linie für seine Thermalquellen bekannt ist, hat die mit
Wettingen geografisch und wirtschaftlich eng verbundene Zwillingsstadt noch einiges mehr zu bieten. Ein bunt gemixtes Potpourri aus Museen, Galerien, Festivals, Film, Theater und Musik machen in Kombination mit historischen und modernen Gebäuden den einmaligen Charme dieser Stadt aus. Aufgrund der unmittelbaren Nähe zu
Zürich, ist Baden sowohl mit der Bahn als auch mit dem Auto über die Autobahn A 1 hervorragend zu erreichen.
Von Aquae Helveticae bis Baden
Bereits die Römer wussten die Heilkraft der heißen Thermalquellen zu schätzen. Damals hieß die Stadt allerdings noch nicht Baden, sondern war als Aquae Helveticae bekannt. Auch wenn das älteste Gebäude der im 9. Jahrhundert n. Chr. errichteten Vorläufer der jetzigen katholischen Stadtpfarrkirche ist, erfolgte die offizielle Stadtgründung erst im Jahre 1297. Nach dem Goldenen Zeitalter im 16. und 17. Jahrhundert, etablierte sich Baden nach seinem Katastrophenjahr 1712, als die Stadt während des Zweiten
Villmergerkrieges von Bernern und Zürchern eingenommen wurde, im Rahmen der Industrialisierung wieder als ein national und international geschätztes Wirtschafts- und Handelszentrum.
Baumix aus Klassik und Moderne
Die Erbauung der historischen Altstadt fand in drei Schritten statt: Der älteste Teil im Westen wurde schon Mitte des 13. Jahrhunderts errichtet; es folgten der mittlere Teil mit Kirchen- und repräsentativen Bauten Anfang des 14. Jahrhunderts sowie die anschließende Erweiterung nach Norden und zur Limmat hin. Mit den pittoresken Häusern im gotischen und barocken Stil gehört die autofreie Altstadt zu den eindrücklichsten der gesamten Schweiz. Die Ruine Stein auf dem Schlossberg ist das Wahrzeichen der Stadt. Doch auch andere denkmalgeschützte Gebäude sind einen Besuch wert, so z. B. der im 15. Jahrhundert errichtete Stadtturm, die gedeckte Holzbrücke über die Limmat, das Landvogteischloss und das Stadthaus. Als eindrucksvollste Bauten des vergangenen Jahrhunderts gelten der goldfarbene Power Tower der Basler Architekten Diener & Diener sowie das vielseitig nutzbare umgebaute Trafozentrum.
Kulturstadt mit internationaler Ausstrahlung
Obwohl nur gut 17.000 Einwohner in Baden leben, verfügt die Stadt über ein kulturelles Angebot, das seinesgleichen sucht. Das in einer Jugendstil-Villa befindliche Museum Langmatt zeigt eine umfangreiche Sammlung des französischen Impressionismus von Cézanne über Gauguin bis Monet. Auch ein Besuch im Stadt- oder Kindermuseum bietet Groß und Klein abwechslungsreiche Stunden. Mit dem Bluesfestival Baden im Frühjahr, Fantoche, dem größten Trickfilmfestival der Schweiz und dem Figura Theaterfestival finden zudem Veranstaltungen internationalen Ranges in Baden statt. Das Grand Casino und Konzerte in der Trafohalle oder dem Kulturzentrum Nordportal runden den Freizeitspaß für die ganze Familie ebenso ab wie ein Besuch auf dem traditionellen samstäglichen Wochenmarkt oder eben doch ein klassisches Thermalbad in einer der 19, 47 Grad warmen Quellen, die bereits Größen von Goethe über Nietzsche bis Dürrenmatt aufsuchten.