Trennung für immer
Als sich die Bewohner des Kantons Basel Anfang der 1830er Jahre gegen die feinen Herren in der Stadt erhoben, mokierten sie vor allem die überkommenen Herrschaftsstrukturen und die zahlreichen Privilegien der Städter. Ihr Unterfangen war von einem vollen Erfolg gekrönt: 1833 war die Trennung des Kantonsgebiets in die Halbkantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft beschlossene Sache. Eine Wiedervereinigung ist spätestens seit 2006 ausgeschlossen. Im Zuge der Totalrevision der Verfassung von Basel-Stadt wurde der entsprechende Passus aus dem Regelwerk gestrichen. Dennoch sind beide Kantone bis heute eng miteinander verwoben. So teilen beide zum Beispiel einige Verwaltungseinheiten miteinander.
Im Rheinknie
Von allen Schweizer Kantonen ist Basel-Stadt der kleinste. Dafür ist er am dichtesten besiedelt: Auf einem Quadratkilometer leben rund 5100 Menschen, insgesamt beträgt seine Einwohnerzahl etwa 190000. Neben der Stadt Basel selbst zählen außerdem die Gemeinden Riehen und Bettingen zum Kanton, der insbesondere durch den Rhein geprägt wird. Im Kantonsgebiet findet sich das so genannte Rheinknie, wo der Fluss seine Fließrichtung nach Norden ändert. Zudem liegt keine Schweizer Region nördlich der Alpen tiefer: 244 Meter über dem Meeresspiegel. Dank seiner geschützten Lage zwischen Jura, Schwarzwald und Vogesen herrscht ein angenehm mildes Klima vor.
Im Dreiländereck
Mit seinen direkten Grenzen zu Deutschland und Frankreich befindet sich Basel-Stadt direkt im Dreiländereck. Seine exponierte Lage schlägt sich auch infrastrukturell nieder: So sorgen der Rhein, drei internationale Bahnhöfe, der Flughafen Basel Mulhouse Freiburg und die hervorragende Autobahnanbindung für eine kaum zu schlagende Erreichbarkeit zu Wasser, zu Lande und in der Luft. Gründe für einen Besuch des Halbkantons gibt es genügend: Die Stadt bietet eine unglaubliche Lebensqualität und steckt voller Sehenswürdigkeiten. Ein Besuch des mittelalterlichen Basler Münsters, der Altstadt, der berühmten Herbstkirmes, der Fastnacht oder des Zoos, immerhin der größte der Schweiz, gehört dabei zum touristischen Pflichtprogramm.
Im Kunstparadies
Maßgeblich verdankt Basel-Stadt seinen Ruhm jedoch den Künsten. So kann Basel durchaus als Kunstmetropole von internationalem Format gelten. Über 40 Museen schmücken die Straßen der Stadt, darunter so angesehene Häuser wie das Basler Kunstmuseum, die Fondation Beyeler oder das Tinguely Museum. Jährlich findet außerdem die weltweit wichtigste Messe für zeitgenössische Kunst in Basel statt: Die Art Basel zählt zu den größten Kunstmessen der Welt. Dazu gesellen sich namhafte Institutionen aus Theater und Musik. Neben dem Theater Basel haben 25 Kleintheater, eine Musicalbühne und Konzertbühnen aller Größen ihren Sitz in Basel.