Freiburg
Touristeninformation
Freiburg, die Hauptstadt des gleichnamigen Kantons, verfügt über eines der
größten, geschlossenen mittelalterlichen Stadtzentren Europas. Die
wunderschöne Altstadt ist in 581 Metern Höhe auf einem Felsvorsprung hoch über dem Fluss
Saane (frz. Sarine) angesiedelt. Diese architektonische Meisterleistung bietet
einen spektakulären Anblick. Das Zentrum der historischen Altstadt
bildet das Burgquartier. Hier sind Mauern zu finden, die teilweise
aus der Zeit um 1200 stammen. Die Stadt wurde von einer
beeindruckenden Wehranlage, bestehend aus 14 Türmen und einem
mächtigen Bollwerk geschützt. Das Burgquartier ist mit seinen
historischen Mauern ein Publikumsmagnet und beherbergt bedeutende,
sehenswerte Bauwerke wie das Rathhaus (Hôtel de Ville), welches im
16. Jahrhundert auf den Trümmern der zähringischen Burg erbaut
wurde.
Weiterhin sind der Rathausplatz mit Georgsbrunnen und das
Posthaus von 1756-58 einen Besuch wert. Nicht verpassen sollten
Besucher ebenfalls die Besichtigung einiger Gebäude, deren
Architektur eine Stilmischung aus Barock und Klassizismus aufweist:
dies finden Interessierte einerseits am Stadthaus von 1731 sowie bei
der Staatskanzlei von 1734-37. Von dem Turm der Kathedrale St.
Nikolaus aus bietet sich ein herrlicher Blick über die Stadt mit
ihren zahlreichen Brücken. Das Bauwerk ist ein Prachtstück der
Gotik und birgt wunderschöne architektonische Details, wie
beispielsweise das Basrelief mit der Darstellung des jüngsten
Gerichts am Hauptportal.
Auch die Museen locken mit ihren
interessanten Ausstellungen jährlich viele Besucher an: Das Museum
für Kunst und Geschichte ist im Ratzéhof untergebracht und bietet
eine umfangreiche Sammlung zu Ur- und Frühgeschichte, Archäologie,
Plastik und Malerei sowie Kunstgewerbe. Im Naturhistorischen Museum
Freiburg können Besucher eine vielseitige Ausstellung erkunden; es
befindet sich im Gebäude der Naturwissenschaftlichen Fakultät der
Universität Freiburg in Pérolles. Seit 1998 ist in einem ehemaligen
Tramdepot eine Sammlung des Künstlerehepaares Jean Tinguely-Niki de
Saint-Phalle eingerichtet. Ebenfalls interessant und informativ
gestaltet sich ein Besuch des Gutenberg-Museums, welches die Person,
Leben und Werk des Buchdruckers ausführlich beleuchtet. Die Stadt kann auf eine lange Geschichte zurückblicken: Erste
Siedlungsspuren sind bereits aus der Jungsteinzeit bekannt. Im Jahr
1157 wurde die Stadt durch Herzog Berthold IV. von Zähringen gegründet
und war seitdem einigen Machtwechseln und kriegerischen
Auseinandersetzungen ausgeliefert. In der Zeit der Reformation
entwickelte Freiburg sich zu einer Hochburg der Gegenreformation.
Zahlreiche Orden gründeten Klöster, so beispielsweise die Kapuziner,
Augustiner und Franziskaner.
Freiburg ist eine zweisprachige Stadt. Sie liegt an der Kulturgrenze
zwischen Deutscher und Französischer Schweiz. Seit den industriellen
Umwälzungen im 18. Jahrhundert überwiegt der französischsprachige
Bevölkerungsteil; es wird aber versucht, den bilingualen Charakter des
Ortes zu erhalten. So können sämtliche Bildungsabschlüsse, auch die an
der Universität Freiburg, zweisprachig abgeschlossen werden; diese
Situation ist einzigartig in der Schweiz und Europa.
Freiburg ist Kultur, Bildung und
Historie. Die Stadt verbindet Geschichte, Natur und Multi-Kultur zu
einer spannenden Mischung. Auch das Nachtleben sowie die Gastronomie
lassen keine Wünsche offen: So können Besucher in einem der
eleganten Tea-Rooms den Nachmittag zelebrieren oder einheimische
Speisen in einem der renommierten Restaurants genießen. Auch der
Blick in die mittelalterlichen Gassen von einem der gemütlichen
Straßencafés aus gehört zu einem Besuch der Stadt dazu. Wer dann
etwas Erholung braucht von Kultur, Historie und Nachtleben, der kann
die herrliche Natur des Freiburger Umlandes auf Wanderungen oder
einer Bike-Tour genießen.
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