Aufwändige Linth-Korrektion
Vor allem die Linth drückt dem Kanton Glarus ihren Stempel auf. Der Fluss entspringt im Tödi-massiv und durchschlängelt des Kanton auf voller Länge, um am Ende in den Walensee zu münden. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Linth aufwändig umgeleitet. Die so genannte Linthkorrektion war das erste Nationalwerk der jungen Eidgenossenschaft. Nebenflüsse der Linth sind Sernf und Löntsch. Die Besiedlung des Kantons konzentriert sich im Wesentlichen auf die Täler der drei Flüsse. So wird der Hauptort
Glarus von der Linth durchflossen. Insgesamt wohnen 40000 Menschen im Kanton Glarus.
Autofreie Sonnenterrasse
Dem Tourismus kommt für das kantonale Wirtschaftsleben eine große Bedeutung zu. Bekannte Urlaubsdestinationen sind zum Beispiel das auf einer autofreien Sonnenterrasse gelegene
Braunwald, Elm und Filzbach. Mit der jährlichen
Musikwoche verfügt
Braunwald gar über ein überregional bekanntes Kulturhighlight. Hauptort Glarus, mit 5800 Einwohnern außerdem größte Gemeinde des Kantons, kann derweil mit attraktiven Museen aufwarten. Im
Museum des Landes Glarus werden die Geschichte und Kultur des Kantons präsentiert. Das
Kunsthaus Glarus ist bekannt für Ausstellungen rund um das Wirken der regionalen Kunstschaffenden.
Erdgeschichte im Geopark
Das Wechselspiel aus idyllischen Ebenen und steilen Bergmassiven macht den Kanton Glarus ein Paradies für Aktivurlauber. An lohnenswerten Zielen für ausgedehnte Touren mangelt es deshalb nicht. Mit dem
Klöntalersee lockt einer der ältesten größeren Speicherseen der Schweiz zu einem Besuch. Er war einst durch einen Bergsturz entstanden. Ebenfalls ein Muss: der
Geopark Sardona. Die 50 Stätten mit geologischen Besonderheiten wurden jüngst unter dem Label "Tektonikarena Sardona" ins UNESCO-Welterbe aufgenommen. Weltweite Berühmtheit genießt die so genannte Glarner Hauptüberschiebung, wo junge Gesteinsschichten von alten überlagert werden. Beliebt ist zudem das Fronalpengebiet.
Große Skiregionen in Reichweite
Doch nicht nur Wanderer ziehen mit einem Aufenthalt im Kanton Glarus das große Los. Die zum Teil sehr steilen Bergwände bieten beste Absprungsplattformen für Gleitschirmflieger. Und auch Wintersport wird im Kanton groß geschrieben. Mit
Braunwald, Fronalp,
Elm und
Kerenzerberg finden sich gleich vier große Skiregionen in Reichweite. Alle sind dank einer gut ausgebauten Infrastruktur bestens zu erreichen. Außerdem bemerkenswert: der acht Kilometer lange Schlittelweg von Mullern nach Mollis.