Die Mitte der Schweiz
Über den Kanton in der Zentralschweiz wacht ein mächtiger Dreitausender. Mit dem Titlis befindet sich eines der beliebtesten Wintersportziele des gesamten Landes zum Teil auf Obwaldener Terrain. Anteil an dem Berg haben außerdem die Nachbarkantone
Nidwalden und
Bern. Der Kanton kann noch weitere Besonderheiten auf sich vereinen: Zum einen ist Obwalden einer der wenigen Binnenkantone, die ausschließlich von anderen Binnenkantonen umgeben sind. Mehr noch: Er liegt exakt im geografischen Mittelpunkt der Schweiz. Zum anderen ist er zweigeteilt und verfügt mit der Gemeinde
Engelberg über eine Exklave im
Kanton Nidwalden.
Natürliche Diversität
Neben den Alpen bestimmen Gewässer das Panorama des Kantons. Mit Sarnersee, Lungersee und Wichelsee liegen drei größere Seen auf dem Kantonsgebiet, das gen Norden außerdem am Vierwaldstättersee endet. Die Folge von soviel natürlicher Diversität: herrliche Naturlandschaften, die den kleinen Kanton zu einem äußerst empfehlenswerten Urlaubsziel machen. Pro Jahr verzeichnen seine Hotels über 600000 Übernachtungen. Über ein Drittel davon entfällt auf Schweizer. Die Schweizer Jugend hat Obwalden sogar einen neuen Namen gegeben: Upwood. Insgesamt besteht Obwalden aus den Gemeinden
Alpnach,
Engelberg,
Giswil,
Kerns,
Lungern und Sachseln. Hauptort des Kantons ist
Sarnen.
Frühe Besiedlung
Lange Zeit war die Reise nach Obwalden extrem beschwerlich. So gelangte man bis vor 200 Jahren nur über den Sarnersee oder den Rengpass von
Luzern nach Sarnen. Erst in den 1860er Jahren wurden die Verkehrsbedingungen soweit verbessert, dass Fuhrwerke zwischen den Kantonsgemeinden und den größeren Nachbarstädten verkehren konnten. Gleichwohl war das Gebiet schon früh besiedelt. Archäologen konnten römische und keltische Niederlassungen nachweisen, um das Jahr 700 wurden diese dann von den Alemannen verdrängt. In seiner heutigen Form existiert Obwalden seit 1815, als sich die Talgemeinde
Engelberg dem Kanton anschloss.
Älplermagronä mit Sbrinz
Nicht nur die Natur entfaltet in Obwalden außergewöhnliche Reize. Der Kanton bietet außerdem zahlreiche kulturell bedeutsame Ausflugsziele. Zwischen den Orten Flüeli-Ranft und
Kerns befindet sich die höchste Holzbrücke Europas. Im
Historischen Museum Obwalden in Sarnen lässt sich viel Wissenswertes über die Geschichte des Kantons erfahren. Historisch bedeutsam ist auch die
Benediktinerabtei in Engelberg aus dem 12. Jahrhundert. Bekannt ist Obwalden zudem für seine Küche. Zu den Spezialitäten des Kantons zählt unter anderem das deftige Pfannengericht "Älplermagronä", das am Besten mit
Sbrinz zubereitet wird. Der Hartkäse stammt ebenfalls aus Obwalden und gehört zu den ältesten Käsesorten Europas.
Breite Palette an Sportmöglichkeiten
Auch Aktivurlauber haben in Obwalden die Qual der Wahl. Im Sommer locken ausgedehnte Wander- und Mountainbike-Touren. In den Wintermonaten bietet das beliebte
Skigebiet Engelberg-Titlis eine breite Palette an Wintersportmöglichkeiten. Insgesamt 82 Pistenkilometer sowie Langlaufloipen und Winterwanderwege stehen den Gästen hier zur Verfügung. Außergewöhnlich mutet auch ein Ausflug ins
Schießsportzentrum Brünig in
Lungern an. Dort können sich Groß und Klein das ganze Jahr über im Bogen-, Armbrust- oder Blasrohrschießen messen.