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Museen und Ausstellungen

Kind der Kunst

Zur Kunst kam Museumsstifter Oskar Reinhart (1885-1965) schon als Kind. Sein Vater Theodor, ein vor allem im Baumwollhandel erfolgreicher Geschäftsmann, war für seine Kunstbegeisterung bekannt. Er unterstützte viele junge Künstler aus Deutschland und der Schweiz als Mäzen. Seine Kindheit verlebte Oskar Reinhart deshalb im Kreise vieler Kunstschaffender, die ihm früh den Zauber der Malerei nahe brachten. Er teilte die Leidenschaft seines Vaters und begann bald, sich selbst sammlerisch zu betätigen. Mit 39 Jahren zog sich Reinhart aus dem Unternehmen zurück, um sich ganz der Sammlerei zu widmen. Im Laufe seines Lebens entstand so eine der wichtigsten Privatsammlungen des 20. Jahrhunderts.

Schwerpunkt französische Malerei

Größten Wert legte Reinhart dabei auf die Qualität der Werke. Große Namen standen für ihn  weniger im Vordergrund. Zu seinen wichtigsten frühen Erwerbungen zählt Caspar David Friedrichs "Kreidefelsen auf Rügen". Nach und nach fanden auch viele andere berühmte Meister Eingang in den Fundus des Sammlers, darunter so klingende Namen wie Monet, Gauguin, Delacroix, Cézanne, van Gogh oder Picasso. Der Schwerpunkt der Sammlung liegt auf der französischen Malerei des 19. Jahrhunderts. Aber auch der Impressionismus ist stark vertreten. Zusätzlich häufte Reinhart eine illustre Auswahl älterer Bilder an, unter anderem von Cranach dem Älteren, Rubens, Goya oder Lorrain.

Kunst für alle

Niemals, so betonte es Reinhart gerne, könnten Kunstwerke einem Einzelnen gehören. Der rechtliche Besitzer dürfe sich höchstens als deren Sachverwalter verstehen. Wahrer Besitzer der Werke sei die Allgemeinheit. Dieser Maxime folgend, vermachte er 1940 seine Sammlung deutscher, schweizerischer und österreichischer Künstler der Stadt Winterthur. Dieser Teil der Sammlung ist heute im Museum Oskar Reinhart am Stadtgarten ausgestellt. Die zweite Hälfte verblieb in seinem Wohnhaus "Am Römerholz". Das Haus inklusive der Kunstwerke überließ Reinhart 1958 in seinem Testament der Schweizerischen Eidgenossenschaft, die es zu einem öffentlichen Museum umbaute. 

Umfassender Kunstgenuss

In seinem letzten Willen verfügte Oskar Reinhart zudem, dass die Bilder die Villa am Römerholz niemals verlassen und nicht verliehen werden sollten. Im Zusammenspiel mit den Installationen in der historischen Parkanlage und dem während des ersten Weltkriegs erbauten Wohnhaus bietet die Sammlung deshalb einen umfassenden Kunstgenuss. Ein Café rundet das Angebot des Museums ab. Die Einrichtung gehört zum Netzwerk "Private Art Collections", einem Zusammenschluss von Sammlungen, die auf der Grundlage privater Sammeltätigkeit entstanden sind. Zu den Partnern zählen berühmte Sammlungen wie jene der Esterházy-Privatstiftung, der Residenzgalerie Salzburg oder des Liechtenstein Museums.

Wegen Umbauarbeiten bleibt das Museum Sammlung Oskar Reinhart "Am Römerholz" bis zum Herbst 2010 geschlossen.


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