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Schaulager

Museen und Ausstellungen

Zwei in einem

Dem Schaulager liegt ein völlig neuartiges Konzept zugrunde: Das wuchtige Gebäude im Basler Vorort Münchenstein ist weder Museum noch traditionelles Lagerhaus, sondern eine Mischform aus beidem. Es dient zwar als Lagerstätte der umfangreichen Sammlung der Emanuel Hoffmann-Stiftung. Die Bilder und Installationen werden im Schaulager unter konservatorisch optimalen Bedingungen gelagert, jedoch nicht in Regalen oder Kartons, sondern an der Wand oder installiert. Denn, so war der Anspruch, die Sammlung sollte jederzeit begehbar und für Forschung und Vermittlung zugänglich sein.

Künstlerische Kleinodien

In über 70 Jahren Sammlertätigkeit hat die Emanuel Hoffmann-Stiftung eine umfangreiche Sammlung voller künstlerischer Kleinodien zusammengetragen. Zu den Werken, die bereits früh in den Besitz der Stiftung übergingen, finden sich Bilder von Delaunay, Klee und Max Ernst. In den 1960er und 1970er Jahren bemühte man sich um markante Werkgruppen von Joseph Beuys und Bruce Nauman. In jüngerer Zeit kamen zudem Werke von Jeff Wall, Katharina Fritsch oder Fiona Tan hinzu. Bis heute trägt die Familie von Gründerin Maja Sacher die Stiftung inhaltlich und finanziell. Das Schaulager selbst wird ebenfalls von einer Stiftung verwaltet: Die Laurenz-Stiftung wurde 1998 von Maja Oeri zur Umsetzung des Bauvorhabens gegründet.

Neuartiges Konzept

Die Notwendigkeit eines Neubaus zur Lagerung der Stifungsbestände trat in den 1990er Jahren offen zutage. Im Lauf der Zeit war die Sammlung der Hoffmann-Stiftung enorm angewachsen, unter anderem beinhaltete sie einige raumfüllende Installationen, darunter Werke von Katharina Fritsch oder Robert Gober. Daraus ergab sich, dass nur noch ein Bruchteil der Sammlung im Basler Kunstmuseum oder im Museum für Gegenwartskunst öffentlich gezeigt werden konnte. Der Rest musste unter suboptimalen Bedingungen eingelagert werden, so dass befürchtet werden musste, die Objekte würden langfristig Schaden nehmen. Unter der Ägide von Maja Oeri entstand die Idee eines Neubaus, der sowohl Lager als auch allgemein zugänglich sein sollte. Das Schaulager-Konzept war geboren.

Wuchtiger Quader

Mit der Planung des Schaulagers wurde das renommierte Architekturbüro Herzog & de Meuron beauftragt. Seine Aufgabe: der Entwurf eines Baus, der zum einen eine optimale Lagerung der Sammlung gewährleisten, und zum anderen auch Büros, Werkstatträumen und einem Auditorium Platz bieten würde. Das Ergebnis stellt sich als wuchtiger Quader mit einem Flächenangebot von 16500 Quadratmetern dar, dessen Hülle vor allem von den sandfarbenen, aufgekratzten Außenmauern geprägt wird. Der Baubeginn erfolgte im Jahr 2000, die Eröffnung im Mai 2003. Seitdem präsentiert sich das Schaulager regelmäßig mit Sonderausstellungen der Öffentlichkeit. Bislang waren dort unter anderem Präsentationen von Dieter Roth, Jeff Wall, Tacita Dean oder Andrea Zittel zu sehen.

Weiterführende Links

http://www.schaulager.org
http://de.wikipedia.org/wiki/Schaulager

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