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Museen und Ausstellungen

Mit einem Schlag berühmt

Drei Minuten im Februar 2008 reichten aus, um das Museum der Stiftung E. G. Bührle in Zürich mit einem Schlag weit über die Kunstszene hinaus bekannt zu machen. Bei einem bewaffneten Raubüberfall erbeuteten drei Täter vier Gemälde im damaligen Gesamtwert von 180 Millionen Franken, darunter "Der Knabe mit der roten Weste" von Paul Cézanne und "Blühende Kastanienzweige" von Vincent van Gogh. Zwei der Bilder wurden später in einem achtlos auf einem Parkplatz abgestellten Auto wieder aufgefunden. Gemeinhin gilt die Tat als größter Kunstraub Europas. Sie kann aber natürlich auch als Hinweis auf die Bedeutung der Sammlung gedeutet werden, die der Zürcher Industrielle Emil Georg Bührle bis zu seinem Tod 1956 zusammen getragen hat.

Sammler mit Know-how

Erst ab Mitte der 1930er Jahren frönt der 1890 geborene Bührle seiner Sammlerleidenschaft. Das dafür notwendige Know-how hatte er sich während des Studiums angeeignet. Zunächst verschlug es den studierten Kunstgeschichtler jedoch in die Wirtschaft. Nachdem er von Magdeburg nach Zürich versetzt wurde, modernisierte er die Schweizerische Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon, der er ab 1936 als Alleininhaber vorstand. Auf diese Weise finanziell abgesichert, widmete sich Bührle mit Verve der Kunst und tätigte erste Bilderkäufe. Schnell kristallisierte sich seine Vorliebe für die Meisterwerke von Künstlern seiner Generation heraus. Den Großteil der Sammlung erwarb Bührle jedoch erst zwischen 1951 und 1956.

Fokus auf dem französischen Impressionismus

Bührles Bildbestand gilt als eine der bedeutendsten privaten Sammlungen des 20. Jahrhunderts. Der Fokus der Sammlung liegt auf dem Schaffen französischer Impressionisten wie Manet, Degas, Renoir, Monet, Cézanne oder Gauguin. Aber auch Werke der Nabis, des Fauvismus und der Kubisten fanden Eingang in die Sammlung. Zu nennen wären hier zum Beispiel Künstler wie Bonnard, Vuillard, Chagall, Matisse, Braque oder Picasso. Kleinere Abteilungen spiegeln das Wirken holländischer Maler des 17. Jahrhunderts und italienischer Künstler im 16.-18. Jahrhundert, darunter El Greco, Rubens, Rembrandt oder Goya.

Überführung in Stiftung

Zwei Drittel der Sammlung überführte die Familie Bührles 1960 in eine Stiftung. Eine repräsentative Auswahl von 200 Bildern ist seitdem der Öffentlichkeit zugänglich. Als Sitz des Museums der Stiftung wurde die Villa ausgewählt, in der Bührle seine Bilder schon zu Lebzeiten aufbewahrt hatte. Gleichwohl werden auch die im Familienbesitz verbliebenen Werke regelmäßig in Ausstellungen gezeigt. In Verruf geriet die Sammlung, als es Anfang der 1990er Jahre zu Diskussionen über die ungeklärte Rolle Bührles als Waffenexporteur im 2. Weltkrieg kam. Nach dem Ende des Krieges hatte er zudem 13 Gemälde aus dem Besitz französischer Juden zurückgeben oder neu kaufen müssen.

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