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Tropisches Klima im kalten schweizerischen Winter gefällig? Das bietet der Botanische Garten der Universität Zürich seinen Besuchern. Die traditionsreiche Anlage wurde bereits 1560 von dem Zürcher Stadtarzt Conrad Gessner begründet, der medizinische Heilkräuter mitten in der Stadt anbaute. Dieser alte Botanische Garten "zur Katz" befindet sich in der Stadtmitte beim Schanzengraben und beheimatet einen mittelalterlichen Kräutergarten zu Ehren seines medizinischen Gründers. Das Völkerkundemuseum der Uni Zürich befindet sich ebenfalls auf diesem Gelände mit wertvollem Baumbestand. Auch das denkmalgeschützte alte Palmenhaus, eine oktogonale Gusseisen-Konstruktion aus dem Jahr 1877, lockt Besucher mit Konzerten und Theatervorstellungen in ein beeindruckendes Ambiente.
Seit 1977 befinden sich die neuen Anlage des Botanischen Gartens nun im Zürcher Quartier Weinegg, einem ruhigen Vorort der bunten Metropole. Touristen und Einheimische schätzen diesen Ort der Erholung, der sich zu einer Arche Noah für bedrohte Pflanzenarten entwickelt hat. Der Botanische Garten ist gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen und ganzjährig an jedem Tag geöffnet. Durch die integrierten Institute der Universität dient der Garten der Ausbildung von angehenden Biologen, und stellt seltene sowie bedrohte Pflanzen für Lehre und Forschung der Studenten zur Verfügung. Das Hauptanliegen der Erbauer war es, Arten mit ähnlichen Wachstumsbedingungen und Lebensräume in gemeinsamen Biotopen anzupflanzen. So beheimatet die 5,3 Hektar große Anlage derzeit um die 8000 verschiedenen Pflanzenarten, die in drei Gewächshäusern und mehreren Anlagen zu bewundern sind. In den für Europa einzigartigen Kuppelgewächshäusern herrschen jeweils subtropisches, tropisches und Savannenklima. Beeindruckend sind vor allem exotisches Palm- und Baumfarne, Orchideen, der Mittelmeergarten sowie der Färberpflanzenbereich. Typisch schweizerisch ist die Flora im Alpinum mit seinen Gebirgspflanzen und die Heilpflanzenabteilung, in denen die Natur-Apotheke des Mittelalters anschaulich präsentiert wird. Für die kleinen Besucher sind die Schaukästen mit fleischfressenden Pflanzen sowie lebenden Steine wohl eine besondere Attraktion. Auch kommt bei den Aquarien mit Szenenbildern von Flussläufen aus Zentralafrika, Südamerika oder Südostasien bestimmt nicht so schnell Langeweile auf. Falls der Nachwuchs doch anderweitig beschäftigt werden will, bietet der Botanische Garten auch kindgerechte Führungen durch Gartenpädagogen. Die Parkanlagen bieten zudem einige Spielmöglichkeiten und teilweise auch spezielle Nachmittage mit Kinderprogramm, während es sich die Eltern in der Kantine des Gartens bequem machen können. Die Arbeit zur Arterhaltung und Aufzucht bedrohter Arten ist ein großes Ziel des Botanischen Gartens. Der Studienbetrieb des Gartens sorgt dafür, dass bestimmte Pflanzen wieder an ihren ursprünglichen Standorten heimisch werden können. Jedes Jahr gibt es eine neue Sonderaustellung, 2008 widmet man sich dem Zusammenhang von Blüten und ihren Bestäubern. Wussten Sie zum Beispiel, dass Fledermäuse in einigen Teilen der Erde für die Fortpflanzung von Blumen sorgen? Gerade in den verregneten Wintermonaten sollte ein Besuch in diesem faszinierenden Garten bei einem Zürichbesuch nicht fehlen.

Weiterführende Links

http://www.bguz.uzh.ch/


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