Flugbanner - 160x600


Munot


Steinerner Wächter

Schaffhausen ist stolz auf seinen Munot, einer imposanten Bergfestung aus der frühen Neuzeit. Man begegnet ihm überall. Er ist das Wahrzeichen der Stadt, jedes Jahr findet das Munot Kino Open Air in seinen Mauern statt und sogar der örtliche Radiosender ist nach dem Bau, der von einem Hügel aus wie ein Wächter auf den Ort hinunterblickt, benannt. In jedem Fall flößt das mächtige Bollwerk großen Respekt ein: Denn natürlich sollte der Munot zum einen der Befestigung der Stadt dienen, sein Bergfried markiert den Übergang von der mittelalterlichen Burg zur neuzeitlichen Wehranlage. Zum anderen war er jedoch auch als Repräsentativbau gedacht. Wert wurde deshalb, bei aller militärischen Funktionalität, auch auf die Ästhetik der Festung gelegt.

Veraltete Technik

Die Rechnung der Architekten ging allerdings nicht auf: Kaum war der Munot 1589 nach 25 Jahren fertig gestellt, hegte so mancher Zeitgenosse die Befürchtung, die Festung würde der immer leistungsfähigeren Artillerie nicht standhalten können. Einbauten wie Caponnièren, Kasematte oder Geschütznischen waren veraltet, die Entwicklungen der Wehrtechnik schon weiter fortgeschritten. Auch die Gräben blieben wegen ihrer Hanglage trocken. Der Ernstfall trat glücklicherweise nur einmal ein. Auf der Flucht vor den österreichischen Soldaten verschanzten sich die Franzosen 1799 in der Festung.

Nutzung als Steinbruch

In den folgenden Jahrzehnten verlor die Stadtbefestigung stark an Bedeutung. Eine Zeit, die dem Munot wahrscheinlich mehr Schaden zufügte als jedes Kanonenfeuer: Er wurde als Steinbruch benutzt. Jeder abgetragene Stein ließ Johann Jakob Beck das Herz bluten. Der Zeichenlehrer widmete sich voll und ganz der Rettung der historischen Zirkularfestung. Inzwischen vom Einsturz bedroht, wurde der Munot auf seine Initiative hin restauriert. Im Rahmen eines großen Festaktes weihte man die renovierte Festung 1839 ein. Zeitgleich wurde der Munotverein gegründet, der die Anlage bis heute verwaltet. Erster Präsident und Munotvater: Johann Jakob Beck.

Unersetzliche Kulturfestung

Heute ist der Munot für das kulturelle Leben Schaffhausens unersetzlich geworden. Als städtischer Veranstaltungsort und Kulturzentrum wird er vor allem in den Sommermonaten als spektakuläre Kulisse für Konzerte, Open-Air-Kino, die bekannten Bälle oder Feste aller Art genutzt. Im Bergfried findet sich zudem die Wohnung des Munotwächters. Er läutet jeden Abend um 21 Uhr eine Glocke, eine der letzten von Hand geschlagenen Alarmglocken Europas. In den Gräben lebt seit 1905 eine Damhirschkolonie, für deren Pflege ebenfalls der Munotwächter zuständig ist. Kleiner Spaß am Rande: Der Stier der Kolonie trägt immer den Namen des amtierenden Stadtpräsidenten.

Weiterführende Links

http://de.wikipedia.org/wiki/Munot

Gemeinden in der Umgebung

Dachsen 3.82km
Stetten 4.12km
Benken 4.87km
Beringen 5.67km
5.76km
5.95km
Thayngen 6.06km
Rheinau 6.17km
Lohn 6.23km

Weitere Sehenswürdigkeiten

Rheinfall Neuhausen
Schloss Laufen
(57.9846km)
Schloss Wildegg (63.964km)
(77.449km)
Tellskapelle (85.0541km)
Kapuzinerkloster Altdorf/ Uri (90.7484km)
Schlossberg (99.8212km)

Museen

Kloster Allerheiligen (Schweiz) (0.294318km)
(21.7832km)
Technorama (22.4016km)
Naturmuseum Winterthur (22.7713km)
Kunstmuseum Winterthur (22.7713km)
Museum Oskar Reinhart am Stadtgarten (22.857km)
Fotomuseum Winterthur (23.5498km)