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Wenn Sie die Schöllenenschlucht durchqueren, werden Sie sich an einem traumhaften Ausblick auf eine wilde Naturlandschaft erfreuen können. Die Schlucht liegt im Kanton Uri zwischen den Gemeinden Andermatt und Göschenen. Durch sie hindurch fließt die Reuss, über diesen Fluß hinweg führt die Teufelsbrücke.
Sie verdankt ihren Namen einer Legende, welche besagt, dass die Menschen im 13. Jahrhundert immer wieder versuchten über den reißenden Fluß eine Brücke zu bauen, um ihn überqueren zu können. Dies schlug jedoch immer wieder fehl, keine Brücke hielt lange stand. Einer der Erbauer war nun darüber ganz verzweifelt und soll ausgerufen haben "Do sell der Tyfel e brigg bue!" ("Soll doch der Teufel da eine Brücke bauen!"). Angeblich soll daraufhin der Teufel erschienen sein und mit der Bevölkerung einen Pakt geschlossen haben: Er baue dort eine Brücke, als Gegenleistung verlange er aber die Seele desjenigen, der zuerst die Brücke überqueren würde. Nach langen Überlegungen schickte man einen Geißbock los und der Teufel soll darüber so erzürnt gewesen sein, dass er drohte, mit einem Stein sein Bauwerk wieder zu zerstören. Eine alte Frau habe nun daraufhin ein Kreuz in den Stein geritzt und der Teufel habe, erschreckt von dem Zeichen Gottes, sein Ziel, die Brücke, verfehlt. Der Stein landete so in der Schlucht, wo er auch heute noch zu bestaunen ist. Allerdings nicht mehr an seinem ursprünglichen Platz, denn 1977 wurde der 220 Tonnen schwere Teufelsstein zugunsten der Gotthardautobahn um ca. 120 Meter verschoben.

Die Teufelsbrücke, wie man sie heute kennt, ist eine von insgesamt drei Teufelsbrücken in der Schöllenenschlucht. Die erste Brücke wurde bereits 1230 errichtet, sie wurde aus Holz gebaut. Von ihr sind jedoch nur noch die Fundamente zu erkennen, da sie im 19. Jahrhundert bei einem Unwetter zerstört worden ist. Die zweite Brücke besteht auch heute noch, konnte jedoch nicht dem Verkehrsaufkommen gerecht werden, so dass 1958 eine dritte Brücke errichtet wurde. Diese ist mit einem Teufelsbild eines einheimischen Malers versehen.

1799 fanden in der Schöllenenschlucht sogar Kämpfe zwischen dem Heer Napoleons und russischen Truppen unter General Suworow statt. Daran erinnert bis heute das 1899 errichtete Suworow-Denkmal.

Die Schöllenenschlucht bietet Ihnen zahlreiche Möglichkeiten. Sie können die faszinierende Landschaft auf Wanderwegen, mit dem Mountainbike, per Auto oder auch auf einer kleinen Reise mit der Schöllenenbahn erkunden.

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