Spreuerbrücke Luzern
Die Spreuerbrücke ist neben der Kapellbrücke eine weitere schöne Holzbrücke über die Reuss in der Metropole Luzern. Sie war als Verbindung zwischen dem Mühlenplatz am rechten Flussufer mit den Mühlen in der Flussmitte gedacht. Dieses Stück wurde schon im 13. Jahrhundert errichtet, als das Bäckereihandwerk in der Stadt blühte. Im Jahre 1408 wurde sie durch die Verbindung zum linken Ufer ins Bäckereiviertel zur Pfistergasse vollendet. Sie haben die Möglichkeit, auf den Spuren der traditionellen Spreuer über die alten Balken zu spazieren. An dieser untersten Brücke der Stadt wurden im Mittelalter Spreu und Laub in den Fluss geschüttet, um das übrige Stadtbild nicht zu verschmutzen.
Sie sehen nicht nur eine wichtige Brücke für die Bäcker der Stadt, sondern auch einen Teil der Verteidigungsanlage Luzerns. Die Spreuerbrücke steht neben der Museggmauer und dem Wasserturm auch für den Schutz der Stadt. Nach eine fast vollständigen Zerstörung im Jahre 1566 durch ein Hochwasser wurde die Spreuerbrücke wieder aufgebaut zusammen mit einem Kornlager als Brückenkopf. Eine Besonderheit weist die Spreuerbrücke ebenfalls auf. Zwischen 1626 und 1635 verschönerte der Maler Kaspar Meglinger die Brücke durch einen 67-teiligen Gemäldezyklus, der Leben und Arbeit auf der Brücke dokumentiert. Dieser sogenannte "Totentanz" gilt als größter seiner Art in ganz Europa anhand üppigen Bildmenge.
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