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Wandern über spektakuläre Pässe: Von Chur nach Saint Gingolph


In jedem Tal eine neue Welt entdecken und eine andere hinter sich lassen - das ist der Reiz beim Pässewandern. Denn jeder Pass birgt das Geheimnis des Unbekannten auf der anderen Seite des Bergübergangs. Auf diesen Wegen sind selten die typischen Berggänger unterwegs, die den distanzierten Rundblick vom Gipfelpunkt aus wünschen und die  Bestätigung suchen, einen Berg "gemacht" zu haben. Vielmehr sind Wanderer auf Pässen unterwegs, für die der Weg das Ziel ist und die sich von Neugier und Abenteurlust getrieben die Berge hinaufwinden.

Im Alpenpässe-Weg sind einige der schönsten Übergänge der Bündner und Walliser Alpen in 34 Etappen zusammengeführt. Höhepunkt reiht sich dabei an Höhepunkt, von der Greina-Hochebene bis zur Pässe- und Seenlandschaft am Fuß der Dents du Midi. Zwar wird man nicht alle Etappen am Stück bewältigen, aber man kann sich ja Teilstücke vornehmen. Denn ein großer Vorteil der Pässewanderungen liegt ja gerade darin, dass man in jedem Tal zwischen zwei Pässen wieder ein- und aussteigen kann. Und wenn dann einmal die ganze Route durchschritten ist: Dann kann man  mit Fug und Recht behaupten, tief in die Seele der Bündner und Walliser Bergwelt geblickt zu haben. Eine fordernde und alpin geprägte Wandertour mit 34 Etappen.

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1. Etappe von Chur nach Tamins

Chur ist die älteste Stadt der Schweiz und hat einen kurzen Streifzug verdient. Nach der Besichtigungstour wandern die Passfreunde nach Felsberg und unter der Südflanke des Calanda hindurch auf einem alten Hohlweg nach Tamins.

2. Etappe von Tamins nach Ilanz

Die Rheinschlucht ist eindrückliches Zeugnis des größten kartierten Felssturzes in den Alpen. Ein imposanter Blick bietet sich von der Brücke aus, die durch das Versamer Tobel führt. Interessant auch der riesige Waschbrunnen von Valendas.

3. Etappe von Ilanz nach Vrin

Das Val Lumnezia - das Tal des Lichts - besticht den Wanderer mit seinen malerischen Bergdörfern, kulturhistorischen Schätzen und sonnigen Hängen. Vrin ist für sein Ortsbild mit dem Wakker-Preis ausgezeichnet worden und weist trotz seiner abgeschiedenen Lage eine positive wirtschaftliche Entwicklung vor.

4. Etappe von Vrin nach Cab. Scaletta

Die Hochebene Plaun da Greina ist eine herausragende Naturschönheit mit Symbolcharakter, eine weite Schwemmebene, durchzogen von kleinen Flüsschen. Interessant sind auch der Wechsel der Gesteine und das kontinentale Mikroklima.

5. Etappe von Cab. Scaletta SAT nach Olivone

Heute wartet auf die Wanderer ein Abstieg über 1400 Höhenmeter durch alle Vegetationsstufen hindurch - von der Gesteinswelt der Greina über Wies- und Alpenland bis zum Waldgürtel.

6. Etappe von Olivone nach Acquacalda

Ein Tag im oder über dem Valle Santa Maria, das sich von Olivone hinaufzieht zum Passo del Lucomagno. Geschützte Sumpfgebiete von nationaler Bedeutung mit reicher Flora werden bei der Hütte Capanna Dötra durchwandert.

7. Etappe von Acquacalda nach Airolo

Aufstieg zum Passo del Sole, das Gestein wechselt von Sediment zu Granit. Das Val Piora ist eine der größten und stillsten Hochebenen der Schweizer Alpen. Zu Fuss oder mit einer der steilsten Standseilbahnen der Welt geht es hinunter in die Leventina nach Airolo.

8. Etappe von Airolo nach Cap. Corno-Gries

Die lange Panoramaetappe bis nach All`Acqua offenbart die südlichen Reize des Tals: lichte Lärchenwälder, unten die Dörflein Ossasco, Villa, Bedretto und Ronco. Zwischen den Holzhäusern nach Walliser Art sind lateinische Steinbauten eingestreut.

9. Etappe von Cap. Corno-Gries nach Ulrichen

Das Val Corno, das sich von der Cap. Gorno-Gries zum Passo del Corno hinzieht, ist landschaftlich und geologisch hochinteressant. Granateinschlüsse im Schiefer auf dem Griesspass und der malerische Griessee am Rande der Gletscherwelt erfreuen das Herz der Naturliebhaber. Es folgt ein langer Abstieg ins Goms, jenes Tal, das im Winter Langläufer aus der ganzen Welt anzieht.

10. Etappe von Ulrichen nach Blitzingen

Auf einem Sonnenhang oberhalb der Rhone wandern die Passliebhaber durch die Ebene des Goms. Ohne nennenswerte Höhenunterschiede geht es an Berghängen entlang durch Wälder und saftige Alpwiesen. Sonnengebrannte alte Speicher und Stadel lockern das Bild auf.

11. Etappe von Blitzingen nach Binn

Durch kleine malerische Dörfer mit urigen Dorfkernen führt der Weg inmitten prächtiger Wiesen nach Ernen, wo die alte Bausubstanz des Dorfes und das Tellenhaus, mit dem ältesten Bild von Wilhelm Tell, besichtigt werden können. Durch die imposante Twingischlucht gelangen die Wanderer ins Tal der Mineralien und schließlich nach Binn.

12. Etappe von Binn nach Rosswald

Die attraktive Passwanderung über dem Saflischpass gibt den Blick auf die Walliser Viertausenderwelt frei. Herrlich gelegen ist das Terrassendorf Rosswald mit dem Blick hinunter ins Rhonetal.

13. Etappe von Rosswald zum Simplonpass

Eine abwechslungsreiche Etappe mit Panoramacharakter steht auf dem Programm: Alpiner Zustieg zur Bortelhütte, im Herbst Heidelbeerenplausch oberhalb Rothwald. Von Schallbett bis Simplonpass verläuft der Weg auf der Passstraßengalerie.

14. Etappe vom Simplonpass nach Gspon

Die Panoramatour zum Bistinepass verläuft vorbei an den vergletscherten Bergen über dem Simplon, im Norden die Berner Alpen. Der Blick zu Mischabelberge mit dem höchsten Schweizer Gipfel, dem 4545 Meter hohen Dom wird den Wanderern noch lange Zeit in Erinnerung bleiben.

15. Etappe von Gspon nach Saas Fee

Eine klassische, aussichtsreiche Höhenwanderung im Oberwallis steht auf dem Programm. Ohne große Höhenunterschiede wandern die Alpenfreunde an Berghängen entlang durch Wälder und über Alpweiden. Verstreut in der Landschaft liegen sonnengebrannte alte Speicher und Ställe vor dem Panorama der grandiosen Kette aus Viertausendern.

16. Etappe von Saas Fee nach Grächen

Die Namen klingen schon nach Skifahren und großen Höhen: Der anspruchsvolle Höhenweg zwischen Saas-Fee und Grächen hat in der Tat einige heikle Passagen, die allerdings mit Drahtseilen abgesichert sind. Wer nicht schwindelfrei ist, sollte die Blicke hinunter ins Saastal und die Aussichten zu Fletschhorn, Lagginhorn und Weissmies besser anderen überlassen.

17. Etappe von Grächen nach Gruben

Das extrem steile Stück zum Weiler Jungu, der wie ein Adlerhorst über dem tiefsten Tal der Schweiz thront, kann auch mit einer kleinen Seilbahn bewältigt werden. Von hier oben bietet sich dem Wanderer eine gewaltige Aussicht auf die Mischabelberge mit Dom und Weisshorn. Auf einem mittelalterlichen Handelsweg wandern die Passfans wieder abwärts ins malerische Turtmanntal.

18. Etappe von Gruben nach Zinal

Vom Meidpass bietet sich ein herrlicher Blick zum Bishorn und Weisshorn hinüber. Planetenweg beim historischen Hotel Weisshorn. Auf dem Weg nach Zinal Blick bis zum Matterhorn. Abwechslungsreiche, lange Etappe.

19. Etappe von Zinal nach La Sage

Im Zentrum der Wanderung über zwei Alpenpässe steht der tiefblaue Lac de Moiry der majestätisch ruhend vor einer atemberaubenden Bergkulisse liegt. Wechselnde Weit- und Tiefblicke zwischen dem Val Zinal und dem Val d`Hérens lassen die Mühen der Wanderung schnell vergessen.

20. Etappe von La Sage nach Arolla

In Les Haudéres können die Wanderer die für diese Gegend charakteristischen Holzhäuser bewundern. Am Fuße überzuckerter Gletscherriesen wandern die Pässefans durch malerische Pfade im Val d`Arolla zunächst durch Wälder, dann über weite Wiesen und Matten mit reicher Flora. Der stürmische Fluss La Borgne bietet einen Kontrast zur sonst eher lieblichen Landfschaft.

21. Etappe von Arolla nach Cab. nach Prafleuri

Vorbei an mächtigen Zirbelkiefern, den fürs Hochgebirge typischen Vertretern der alpinen Mischwälder, wandern die Urlauber über weite Kuhweiden zum steilen Col de Riedmatten hinüber. Bei einer Rast bewundert man kurz die herrliche Aussicht auf die nahen Gletscher, bevor zwei extrem steile Abstiege alle Aufmerksamkeit fordern. Über eine Brücke geht es schließlich zum Stausee Lac de Dix. Der darf sich rühmen, mit 285 Metern die höchste Gewichtsstaumauer der Welt zu besitzen.

22. Etappe von Cab. de Prafleuri nach Mauvoisin

Nach einer Hüttenübernachtung wandern die Passfans über vier luftige 3000er-Pässe durch eine wilde alpine Landschaft. Vorbei an Gletscherzungen geht es zum idyllischen See Lac de Louvie hinüber. Am Wegesrand dürfen die Wanderer über die intakte Natur in dieser Gegend staunen: Edelweiß, Steinböcke und Gämsen säumen die steilen Pfade.

23. Etappe von Mauvoisin nach Cab. Col de Mille

Direkt zu Anfang muss der steile Aufstieg zum Col des Otanes bezwungen werden. Wer es geschafft hat, wir mit einer Aussicht wie im Himalaja belohnt: Das Massiv des Grand Combin ist das westlich gelegene Walliser Viertausendergebilde und gibt von hier oben einen wahrhaft majestätisches Panorama ab. Die Cabane Bagnoud und später die Cabane Brunet laden zur Stärkung ein, bevor es über einen malerischen Weg und weniger sportlich zum Col de Mille geht.

24. Etappe von Cab. Col de Mille nach Bourg-St-Pierre

Frühes Aufstehen lohnt sich: Denn im Morgenlicht erstrahlen die Gipfel vom Mont Blanc und dem Grand Combin-Massiv besonders hell. Über riesige Alpweiden steigen die Wanderer nach Bourg St-Pierre hinab, wo im Jahr 1800 schon Napoléon mit seinem Heer Rast machte.

25. Etappe von Bourg-St-Pierre zum Grossen Sankt Bernhardpass

Die Passfans wandern auf dieser Etappe auf historischen Pfaden. Zuerst geht es auf ebenem Terrain am Ufer des Stausees entlang, bevor es mit Blick auf die kühn angelegte Passstraße, zum mächtigen Hospiz auf dem Grossen Sankt Bernhardpass hinauf geht. Hier oben weht oft ein rauer Wind.

26. Etappe vom Grossen Sankt Bernhardpass nach La Fouly

Vom Hospiz wandern die Alpenfreunde über zwei weiter Pässe, die einen herrlichen Ausblick auf die umliegende Bergwelt bieten. Nach zwei steilen Abstiegen leuchtet den Wanderern tiefblau das nächste Wanderziel entgegen: die drei Lacs de Fenêtre. Überall weiden die schwarzen kräftigen Eringerkühe.

27. Etappe von La Fouly nach Champex

Für diese Etappe verlassen die Wanderer das hochalpine Gelände und streifen auf ebenem Terrain über saftige Wiesen, durch schattige Wälder und schmucke Dörfchen. Im nicht allzu steilen Schlussaufstieg bietet sich eine prächtige Aussicht auf die im schnurgeraden Tal zurückgelegte Wegstrecke. Das malerische Etappenziel Champex liegt an einem See, der fast vollständig von dichten Wäldern umgeben ist.

28. Etappe von Champex nach Trient

Die nicht allzu lange Tagesetappe ist Teil der ?Tour du Mont Blanc?. Nach dem romantischen, unbewohnten Durnand-Tal folgt ein steiler Aufstieg zur Alp Bovine. Von dort können die Wanderer die herrliche Aussicht ins Rhonetal und nach Martigny genießen.

29. Etappe von Trient nach Lac d`Emosson

Von Trient wandern die Alpenurlauber auf die prächtig gelegene Alp Catogne hinauf. Dann geht es hinab ins enge Tal von Le Châtelard und neben der steilsten Standseilbahn der Welt wieder hinauf zum Lac d`Emosson, wo die Aussicht auf das Montblanc-Massiv einzigartig ist.

30. Etappe von Lac d`Emosson nach Cab. de Salanfe

Diese inoffizielle Unterwalliser "Haute Route" führt vom Lac d`Emosson über zwei Pässe zum Lac de Salanfe, auf einer Höhe von 1900 bis 2500 Metern. Unterwegs wechseln sich Wasser und Fels, Blumen und Schnee in vielfältiger Folge ab.

31. Etappe von Cab. de Salanfe nach Barme

Zuerst wandern die Pässefans stetig hinauf zum Col de Susanfe und genießen den beeindruckenden Blick zu den Dents du Midi. Inmitten von grünen Matten im Susanfe steht die Cabane de Susanfe, eine klassische SAC-Berghütte aus dem Jahr 1930. Von dort geht es über einen steilen Pfad ins Val d`Illiez und nach Barme hinab.

32. Etappe von Barme nach Morgins

Der Weg führt entlang einer alten Schmugglerroute auf den Col du Cou, wo ein Grenzwachhäuschen steht. Auf einem breiten Höhenweg mit Blick zu den Savoyeralpen wandern die Schweizurlauber an Alpwirtschaften vorbei ins waldreiche Val de Morgins.

33. Etappe von Morgins nach Taney

Im Aufstieg beeindrucken die sieben markanten Felszähne. Nach dem Pass tauchen die Wanderer in ein geheimnisvolles Tal ein: Kleine Kuhweiden werden von Fichtenwaldgruppen aufgelockert, an einem kleinen zum See tummeln sich Blässhühner. Durch einen schattigen Mischwald wandern die Urlauber zum idyllischen Tanay hinüber.

34. Etappe von Taney nach Saint Gingolph

Die Zwillingsgipfel sind die Begleiter im Aufstieg durch ausgedehnte Alpweiden zum Col de Lovenex. Und allmählich öffnet sich einen spektakuläre Aussicht zum Genfersee. Ein allerletzter Abstieg von über 1400 Höhenmetern zum Zielort. Der Alpenpässe-Weg endet hier in Saint Gingolph.

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