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Wandern im Jura: Von Dielsdorf nach Nyon


Der Jura-Höhenweg verbindet in einem großzügigen Bogen Zürich mit Genf. Die aussichtsreiche Ferntour durch zwei Sprachregionen bietet die Entdeckung einer vielfältigen Landschaft und ermöglicht Erholung fern vom hektischen Alltag und von Massentourismus. Unter den nationalen Fernrouten gilt der Jura-Höhenweg als Klassiker: Bereits 1905 wurde mit der Markierung einer Route begonnen, die bei Zürich startet und kurz vor Genf endet. Der Jura-Höhenweg ist ein Fernweg, der zwei Schweizer Grossstädte verbindet. Wie der Name verrät, führt er über Höhen des Schweizer Jura. Dieser beschreibt einen nach Nordwesten ausgreifenden Bogen. Wer den Jurahöhenweg begeht, macht also eine krumme Tour.

Der große Bogen hat einen besonderen Reiz, lassen sich doch immer wieder Abschnitte der bereits erwanderten Route überblicken. Hinzu kommt die einmalige Fernsicht auf Alpen, Schwarzwald und Vogesen. Am Weg finden sich schroffe Felsen und tiefe Grotten, Flussquellen und Seen ohne sichtbaren Abfluss, stille Wälder und weite Weiden, Erlebnisse mit Wildtieren oder seltene Pflanzen am Wegesrand. Zu entdecken gibt es regional verschiedene Haus- und Siedlungsformen und eine ursprüngliche Regionalküche, die immer wieder aufregend und neu schmeckt. Für Kostproben von lokalen Spezialitäten bietet sich eine Rast in einem der zahlreichen Berggasthöfe an. Insgesamt besteht der Jura-Höhenweg aus 15 Etappen. Wer nicht den ganzen Weg zurücklegen möchte, kann auch einzelne Etappen als Tagesausflug erwandern.

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1. Etappe von Dielsdorf nach Brugg

Los geht es mit einem sanften Anstieg durch die Weinberge ins Städtchen Regensberg. Es folgt der Abstieg nach Baden und ein Abstecher zum Gebenstorfer Horn mit Blick auf historische Wasserschlösser, auf die Aarestadt Brugg und das nahe Windisch.

2. Etappe von Brugg nach Staffelegg

Nach Durchquerung der Altstadt von Brugg folgt ein kurzer Aufstieg und dann ein ebener Abschnitt durch den Wald zur uralten, sagenumwobenen Linner Linde. Weiter wandern die Urlauber bergan durch schattige Wälder mit Blick auf die von Ferne grüßende Ruine Schenkenberg zur Staffelegg.

3. Etappe von Staffelegg nach Hauenstein

Auf dieser Etappe machen die Wanderer Bekanntschaft mit gleich fünf Pässen: Der Staffelegg folgen das Bänkerjoch, die Salhöhe, die Schafmatt und zuletzt der Untere Hauenstein. Dazwischen wandert man durch viel Wald und die schroffe Geissfluh.

4. Etappe von Hauenstein nach Balsthal

Auf dem Weg zur Belchenfluh erinnern viele Bauten und Wappen an die wehrhafte Schweiz in den beiden Weltkriegen. Nach dem bald folgenden Weiler Bärenwil geht es weiter über die Tiefmatt zum Roggen. Tief unten grüßt Balsthal.

5. Etappe von Balsthal nach Weissenstein

Lohn für den steilen Aufstieg bis zum Höllchöpfli ist eine aussichtsreiche Höhenwanderung durch Wälder und über Weiden. Nach einer Wanderung vorbei an mächtigen Felswänden und zahlreichen Berggasthöfen, wird schließlich der Weissenstein, der Balkon der Solothurner, erreicht.

6. Etappe von Weissenstein nach Frinvillier

Vom Dachgiebel des Kantons Solothurn mit vielen Ausblicken über den Jurabogen, wandern die Urlauber ins Mittelland und zum Alpenkranz. Der Weg führt durch Wälder und über typische Juraweiden.

7. Etappe von Frinvillier nach Chasseral

Aus dem tiefen Tal der Schüss wandert man zur Krone des Berner Jura. In einem steten, aber angenehmen Anstieg wird der schon von Ferne sichtbare Chasseral erklommen. Eine sensationelle Rundsicht und die herauf grüßenden Mittellandseen sind Lohn der Mühen.

8. Etappe von Chasseral nach Vue des Alpes

Eine abwechslungsreiche Wanderung zwischen dem oberen St.Imier-Tal und dem Val de Ruz mit dem Wintersportort Le Pâquier, der Heimat des Abfahrtsstars Didier Cuche, steht heute auf dem Programm. Die Passhöhe der Vue des Alpes liegt unweit der Uhrenmetropole La Chaux-de-Fonds.

9. Etappe von Vue des Alpes nach Noiraigue

Auf der hohen Bergkette mit den Gipfeln Tête de Ran und Mont Racine genießen die Wanderer ein herrliches Panorama. Die Felskanzel Tablettes erlaubt vor dem steilen Abstieg nach Noiraigue einen atemberaubenden Tiefblick auf den Lac de Neuchâtel.

10. Etappe von Noiraigue nach Ste-Croix

Der kräftezehrende Beginn dieser Etappe lohnt sich: Höhepunkt dieser Tour ist der imposante Felsenzirkus Creux du Van, die schweizerische Variante des Grand Canyon. Über ausgedehntes Weideland wird die Heimat der Spieldosen und Musikautomaten erreicht.

11. Etappe von Ste-Croix nach Vallorbe

Unweit der schweizerisch-französischen Landesgrenze verläuft der Weg durch den prächtigen Waadtländer Jura. Hier könnten Bäume und Steine manche Schmugglergeschichte erzählen. In Vallorbe stehen altes Eisenhandwerk und die Eisenbahn im Zentrum.

12. Etappe von Vallorbe nach Le Pont

Wandern durch typische Jura-Landschaft: Zuerst ein Fluss, unweit davon eine Grotte, dann eine Wanderung über einen felsigen Aussichtsberg und zuletzt zwei Seen ohne oberirdische Abflüsse. Diese prägen das Vallée de Joux, der Wiege vieler Luxusuhren von Weltruf.

13. Etappe von Le Pont zum Col du Marchairuz

Unbestrittener Höhepunkt dieser Tour über ausgedehntes Weidegebiet bildet der Mont Tendre, die höchste Erhebung im Schweizer Jura. Ein Aussichtsberg mit atemberaubendem Panorama über das Waadtland und den Genfersee. Bei guter Fernsicht reicht der Blick bis zu den Alpen und den blauen Vogesen.

14. Etappe von Col du Marchairuz nach St-Cergue

Durch eine parkähnliche Landschaft mit verstreuten Sennhütten und einem kilometerlangen Netz von Trockenmauern wandern die Urlauber durch ein 1972 eingerichtetes Naturreservat. Ein kurzer Halt empfiehlt sich bei den Ruinen des uralten Klosters am Wegesrand.

15. Etappe von St-Cergue nach Nyon

Noch einmal eine abwechslungsreiche Etappe zum Schluss der Route: Die Wanderer erleben die Gegensätze von herben Felsbastionen und dem lieblichen Ufer des Genfersees. Nach Besteigung des Gipfels La Dôle unweit der Staatsgrenze führt der Weg durch den Wald ins Rebland und zum maerisch gelegenen Städtchen Nyon.

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